Im Nordwesten von Walkenried liegt, nahe der Landstraße nach Bad Sachsa, der Mönchswald. Genießen Sie einen Ausflug in diesen prachtvollen Wald voller alter Eichen, der vor ungefähr vier Jahrhunderten angelegt und damals als sogenannter „Hutewald“ angepflanzt wurde. Damals diente er als Waldweide für die örtliche Viehwirtschaft. Heute scheint die Verwendung einer Waldfläche als Weideland eher ungewöhnlich, im Mittelalter jedoch war dies durchaus üblich. Tiere wie zum Beispiel Ziegen und Schweine wurden durch den Wald mit ausreichend Futter versorgt. Da die im Mönchswald heimischen Tiere alle Jungtriebe abfraßen, bildete sich mit der Zeit eine parkähnliche Landschaft heraus.
Im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft und mit dem Übergang zur Stallhaltung sank die Bedeutung der Hutewälder und sie verschwanden zum großen Teil aus dem Landschaftsbild. Daher kommt dem Mönchswald Walkenried eine besondere Bedeutung zu, weil er heute eine außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung besitzt und einer der letzten seiner Art ist. Um den hervorragenden natürlichen Zustand dieses Waldes weiterhin erhalten zu können, steht er heute unter Naturschutz und bietet als bedeutsames Biotop vielen weiteren kleinen, teilweise selten geworden Waldbewohnern, wie Mittelspecht, Hirschkäfer und Fledermaus einen wundervollen Lebensraum.
Zu Wahrung dieses außergewöhnlichen Charakters des „Hutewaldes“ wird er in den Sommermonaten wieder von friedlichen grasenden Hausschweinen und Ziegen bevölkert. Dieser extra eingezäunte Bereich des Waldes, der einem Tierpark ähnelt, lässt sich über die Landstraße nach Bad Sachsa leicht erreichen.


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