Im Ortsteil Scharzfeld von Herzberg bewundern Sie die „Einhornhöhle“ - eine der größten Schauhöhlen des Harzes!
Dieser natürlich geschaffene Hohlraum besteht bereits seit über 270 Millionen Jahren und ist ein Highlight für alle Harz-Besucher. In der Einhornhöhle befinden sich auf den Wänden Inschriften, die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen und zeigen, dass hier bereits im 16. Jahrhundert Höhlenführungen stattfanden.
Der Zugang zur Einhornhöhle führt über einen künstlich angelegten Stollen. Ein besonderer Besuchermagnet ist die „Blaue Grotte“ – ein mystischer Ort in der Höhle, auf den das Tageslicht durch die Höhlendecke fällt.
Das Höhlensystem der Einhornhöhle ist circa 600 Meter lang und aus altem Zechstein-Dolomit. Zahlreiche fossile Knochen wurden hier gefunden und waren Gegenstand zahlreicher geologischer und tierkundlicher Forschungen. Anfänglich gaben viele dieser Funde gaben den Forschern Rätsel auf, sodass sich eine Sagengeschichte um die Einhornhöhle entwickelte.
Nur 25 km - ca. 30 min. Fahrtzeit mit dem Auto vom Klosterort Walkenried entfernt!
Die Sage der Einhornhöhle
In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die in der Einhornhöhle gefundenen Tierknochen von Einhörnern stammen. Diesen Fabelwesen sagte man heilsame Kräfte nach, wodurch die Knochen sehr begehrt wurden und Handel damit betrieben wurde. Dies lockte viele Besucher an, u. a. auch bekannte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe oder den Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz.
Heute steht aber fest, dass diese Knochenfunde von Höhlenlöwen, Höhlenbären und andern Eiszeittieren stammen. Darüber hinaus konnten Forscher an verschieden Spuren nachweisen, dass hier einst auch Neandertaler lebten.